Tag-Archiv: Mikroskop

Hintergrund: Desquamative Gingivitis bezieht sich auf eine klinische Manifestation, die mit mehreren mukokutanen Störungen einhergeht. Die häufigsten sind Schleimhautpemphigoid, Pemphigus vulgaris und Lichen planus. Ihre spezifische Diagnose wird durch histopathologische und Immunfluoreszenz-Auswertung besser festgestellt.

Zielsetzung: Zur Untersuchung von Fällen von Desquamativ-Gingivitis mittels konfokaler Remissions-Mikroskopie und Vergleich der Befunde mit denen der normalen Gingiva. Darüber hinaus wurden konfokale mikroskopische Befunde bei der desquamativen Gingivitis mit der konventionellen Histopathologie der biopsierten Läsionen verglichen, um Kriterien für diese nicht-invasive Diagnosetechnik zu etablieren.

Methoden: Fälle mit Verdacht auf Schleimhautpemphigoid, Pemphigus vulgaris und Lichen planus wurden eingeschlossen, die 25 Fälle zusammenfassten. Konfokale Reflektionsmikroskopie wurde an der Gingiva einer gesunden Person und an gingivalen Läsionen durchgeführt. Alle Läsionen wurden biopsiert, um eine reflektiv-konfokale Mikroskopie-histopathologische Korrelation durchzuführen.

Ergebnisse: Die konfokale Reflektionsmikroskopieuntersuchung der gingivalen Läsionen, die dem Schleimhautpemphigoid verdächtigt wurden, zeigte eine Trennung auf der Ebene der dermalen-epidermalen Verbindung, die mit kleinen hellen Strukturen gefüllt war, die als Blutzellen interpretiert wurden. Histopathologische und Immunfluoreszenzaspekte bestätigten die Diagnose. Bei Pemphigus vulgaris wurden reflektive konfokale mikroskopische Aspekte einer intraepithelialen Spalte mit runden abgelösten Zellen, die ähnlich wie die histopathologischen Merkmale als akantholytische Keratinozyten interpretiert wurden, beobachtet. Hyperkeratosis und Spongiose, die mit der Infiltration von Entzündungszellen assoziiert sind, die als kleine helle Zellen, die die wabenförmige Keratinozytenepithelstruktur vermischen, erkannt werden, wurden in Lichen planus gesehen. Milde helle runde Strukturen, die als nekrotische Keratinozyten interpretiert wurden, und milde helle Sternstrukturen, die als Melanophagen in der Dermis interpretiert wurden, wurden ebenfalls beobachtet. Diese Merkmale waren in der Histopathologie vorhanden und bestätigten die Diagnose von Lichen planus.

Fazit: Wir schlagen vor, reflektive konfokale Mikroskopie als ein nützliches Werkzeug zu verwenden, um zwischen den drei häufigsten Ursachen der Desquamativ-Gingivitis zu unterscheiden.

vollständiger Artikel verfügbar unter: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bjd.12021/abstract