Tag-Archiv: Immunofluoreszenz-Technik

Hintergrund

In einigen immunobullösen Störungen besteht das Potenzial für intraepidermale oder dermale epidermale Übergangsfragilität, ein Phänomen, das die Integrität der Biopsie und die direkte Immunfluoreszenz (DIF) -Interpretation beeinträchtigen kann. In diesen Situationen bleiben kutane Adnexstrukturen (z. B. Haarfollikel, Schweißapparat) in der Regel intakt. Ob periadnexale DIF-Befunde bei der Diagnose von immunobullösen Zuständen zuverlässig sind, ist nicht bekannt.

Methoden

Wir untersuchten 56-Hautproben mit diagnostischen Immunglobulin (Ig) Ablagerungsmustern, die Adnexstrukturen enthielten. In einer Folgestudie untersuchten wir 145-Hämatoxylin-Eosin gefärbte gefrorene Proben, um Biopsiefaktoren zu bestimmen, die mit dem Vorhandensein von Adnexstrukturen in Zusammenhang stehen.

Ergebnisse

Periadnexale DIF-Befunde ergaben eine diagnostische Sensitivität bei Bedingungen mit linearer oder Zelloberflächen-Ig-Ablagerung oder Lupusband. Periadnexale DIF-Befunde waren bei Dermatitis herpetiformis unzuverlässig. Biopsieproben von der Kopfhaut und den Genitalien enthielten am wahrscheinlichsten Follikulose-Talgeinheiten bzw. Schweißkanalvorrichtungen. Die relative Tiefe der Biopsie korrelierte direkt mit der Wahrscheinlichkeit der Identifizierung von Schweißkanalapparaturen, nicht jedoch von Follikulose-Talgeinheiten.

Schlussfolgerungen

Periadnexale DIF-Befunde können zu einer diagnostischen Sensitivität bei der DIF-Beurteilung von Pemphigoid, Pemphigus und Lupus erythematodes führen. Pathologen können Kliniker anweisen, bestimmte anatomische Stellen zu biopsieren und eine ausreichende Biopsietiefe zu erhalten, um die Wahrscheinlichkeit des Einfangens von Adnexstrukturen und somit der diagnostischen Ausbeute von DIF-Proben zu erhöhen.

Vollständiger Artikel verfügbar unter: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/cup.12037/abstract;jsessionid=3F2630588C1F530B2EA2A49E77F0D8D5.d02t01